Seit Beginn des Schuljahres 2026/2027 nutzen die deutsch- und die französischsprachigen Schülerinnen und Schüler und die Lehrpersonen die neuen, helleren und flexibleren Schulzimmer. Dank mobilen Trennwänden kann ein Raum sowohl von einer Primarschulklasse als auch von einer Kindergartenklasse belegt werden und entspricht dabei den kantonalen Normen. Zudem lässt sich so flexibel auf die Entwicklung der Schülerzahlen in den Quartieren Vignettaz, Beaumont und Beauregard reagieren. Dank dem Einbau von Glaswänden zwischen den Schulzimmern und den Gängen können neu auch die Gänge als Lernorte eingesetzt werden. Damit reicht der Unterricht, wie es der heutigen pädagogischen Praxis entspricht, über das Schulzimmer hinaus und es werden Aktivitäten in Kleingruppen ermöglicht.
Auf dem Pausenplatz wurden einheimische Bäume gepflanzt, um schattige Ecken zu schaffen. In einem Mitwirkungsverfahren mit den Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern entstand zudem ein vollwertiger Lernraum mit einem Aussenschulzimmer. Wo immer möglich, wurde der Boden entsiegelt, sodass Regenwasser versickern kann. Ein Regenwassertank sammelt das Dachwasser für die Bewässerung des Gartens. Diese Aussenraumgestaltung beruht auf den Überlegungen der Stadt Freiburg zum Wandel des Unterrichts und zur Schaffung von Grünflächen.
Anlässlich der Einweihung pflanzten die Schülerinnen und Schüler des Gebäudes B zusammen mit Stadtammann Elias Moussa, Gemeinderätin Mirjam Ballmer und den Schulleiterinnen Elisabeth Nicolas und Murielle Dudzus einen Baum. Nach dem offiziellen Teil konnten die Eltern und die weiteren Gäste das sanierte Schulgebäude besichtigen.
Ein nachhaltigeres Gebäude
Die Sanierung gilt schweizweit als Vorbild für nachhaltiges Bauen und ist eine Première für ein städtisches Gebäude: Erstmals wurden die Anforderungen des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) umgesetzt; die Zertifizierung ist im Gang. Die verwendeten Materialien wurden nach ihren Umweltauswirkungen ausgewählt, insbesondere mit Blick auf die für ihre Herstellung benötigte graue Energie und darauf, dass sie keine umweltschädlichen Stoffe enthalten. Die Fassaden wurden mit einer verstärkten Wärmedämmung ausgestattet. Die Fassadenverkleidung aus Keramik wurde aufgrund ihrer Langlebigkeit, ihrer Widerstandsfähigkeit und ihres einfachen Unterhalts gewählt. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für den Luftaustausch. Das von der Stadt Freiburg gegründete Unternehmen Particip SA sorgte für die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.