Kulturpolitik

Die Stadt Freiburg, Coriolis Infrastrukturen und die Agglomeration haben 2013-2014 die Konsultativkonferenz zur Kultur in der Region Freiburg durchgeführt, um einen neuen Rahmen für die Kulturpolitik festzulegen. Der Bericht KULTUR 2030 legt diesen Rahmen fest und umfasst eine Vision, 3 strategische Ziele und 10 konkrete Vorschläge.

Strategische Ziele

OrganiCité

Unter "OrganiCité" versteht man das kulturelle Ökosystem (Kreation) und dessen verschiedenen Akteurinnen und Akteure: die gegenwärtigen und künftigen Kulturschaffenden, Amateure und Fachleute in den verschiedenen Entwicklungsphasen. Darunter wird auch die von einem geeigneten Regelungssystem basierende Koordination zwischen den kulturellen Akteuren und der öffentlichen und privaten Hand verstanden.

Ausstrahlung

Das zweite Ziel besteht darin, der Region Freiburg die notwendigen Mittel für eine Ausstrahlung über verschiedene Kanäle in die Hand zu geben, insbesondere dank der Qualität eines lebendigen Kulturlebens. Ausstrahlung bedeutet, die Region und das kulturelle Leben über die kantonalen Grenzen hinweg bekannt zu machen. Die Region wirkt mit ihren kulturellen Akteuren an der Verbreitung und an der Förderung ihres reichen Kulturangebots teil, dies auch dank eines dynamischen und vollständigen Internet-Portals für die Kultur.

Zugänglichkeit

Da die Kultur ein Faktor des sozialen Zusammenhalts ist, besteht das dritte Ziel darin, dass der Region die notwendigen Instrumente zur Verfügung stehen, damit ihre gesamte Bevölkerung Zugang zum kulturellen Angebot erhält. Durch die Kulturvermittlung, die Zweisprachigkeit und der Berücksichtigung der Kultur als zentrales Element der nachhaltigen Entwicklung werden die Bürgerinnen und Bürger immer mehr danach streben, ihre Rechte und Freiheiten zu entwickeln, um am kulturellen Leben teilnehmen zu können. Diese neue Zugänglichkeit wird auch ihr Engagement fördern.

10 konkrete Vorschläge

  • Eine regionale Kultursteuerung schaffen
  • Vorgänge vereinfachen und koordinieren
  • Angebot von Arbeitsräumen verbessern
  • Künstlerisches Schaffen stärken
  • Das kulturelle Angebot aufwerten und bekannt machen
  • Sein Markenzeichen schaffen und nach aussen tragen
  • Gelegenheiten wahrnehmen
  • Die Kulturvermittlung fördern
  • Unseren Bilinguisme leben
  • Die finanziellen Mittel erhöhen
Rollenverteilung im Subventionsbereich

Bei der Verteilung der Rollen zwischen dem Kanton, den Gemeindeverbänden und Gemeinden in Bezug auf die Kulturförderung im Kanton Freiburg sowie den von den zehn Mitgliedsgemeinden an die Agglomeration übertragenen Kompetenzen im Kulturbereich stehen die Subsidiarität und die Zusammenarbeit im Zentrum des politischen Handelns.

Seit der Umsetzung des regionalen Kulturpolitikkonzepts "Coriolis" im Jahr 2001 und dem Beitritt der Stadt zu den entsprechenden Gemeindeverbänden (Coriolis Promotion im 2002 und Coriolis Infrastrukturen im 2003/2006) ist die Kulturpolitik nicht mehr ausschliesslich Sache der Gemeinde, sondern auch der Agglomeration und des Bezirks. Die Aufgaben des am 31. Dezember 2009 aufgelösten Gemeindeverbands Coriolis Promotion wurden am 1. Januar 2010 von der Agglomeration Freiburg übernommen.

Für die Unterstützung des professionellen Kunstschaffens ist in erster Linie der Kanton Freiburg zuständig. Die Loterie romande spielt in der Unterstützung der Kulturschaffenden ebenfalls eine wichtige Rolle.

Sie können die Tabelle mit der Verteilung der Rollen hier herunterladen.

Die Stadt Freiburg unterstützt nicht nur die von der Rollenverteilung vorgesehenen prioritären Aktivitäten, sondern beteiligt sich zu 63% an der Finanzierung von Coriolis Infrastrukturen und zu 47% an der Finanzierung der kulturellen Aktivitäten der Agglomeration Freiburg.

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Coriolis Infrastrukturen

Coriolis Infrastrukturen wurde 1999 gegründet und ist ein Gemeindeverband für die Kulturpolitik in der Agglomeration Freiburg. Sein Präsident ist Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saane-Bezirks. Coriolis Infrastrukturen umfasst sechs Mitgliedsgemeinden (von den insgesamt zehn Gemeinden der Agglomeration): Freiburg, Villars-sur-Glâne, Granges-Paccot, Givisiez, Corminboeuf und Matran.

Der Gemeindeverband verfolgt die folgenden Ziele:

  • der Aufbau, der Betrieb und der Unterhalt von zwei Kultureinrichtungen, den Theatersaal Equilibre in Freiburg und das Zentrum für zeitgenössische Bühnenkunst Nuithonie in Villars-sur-Glâne
  • die Unterstützung von Investitionen im Zusammenhang mit der Regionalpolitik. Mehrere Institutionen wurden von Coriolis Infrastrukturen unterstützt, namentlich: Haus der Künstler, Fri-Son, Nouveau Monde, Théâtre des Osses, Ancienne Gare, Fri-Art, La Tour Vagabonde, Belluard Bollwerk International, La Spirale, Le Bilboquet usw.
     

Dokumentation

Delegiertenversammlung vom 20. Dezember 2018

Coriolis Infrastrukturen
Place Jean-Tinguely 1
1700 Freiburg

natacha [.] roos [at] ville-fr [.] ch (Natacha Roos), Geschäftsführerin: 026 351 71 43

Agglomeration Freiburg

Die Agglomeration Freiburg umfasst zehn Mitgliedsgemeinden: Avry, Belfaux, Corminboeuf, Düdingen, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne. Die Agglomeration plant, koordiniert und realisiert Projekte von regionalem Interesse in den Bereichen Mobilität, Raumplanung, Umweltschutz, Tourismusförderung, Kulturförderung und Wirtschaftsförderung.

Seit Januar 2010 hat die Agglomeration den Auftrag, die regionalen kulturellen Aktivitäten zu fördern. Zu ihren Aufgaben gehört:

  • die Festlegung der Kulturpolitik der Region, indem sie den beiden Amtssprachen Rechnung trägt,
  • die finanzielle Unterstützung der Vereine, deren Aktivitäten von regionaler Bedeutung sind.

Agglomeration Freiburg
Bd de Pérolles 2
1700 Freiburg

Inès Binggeli, Förderung von kulturellen Aktivitäten: 026 347 21 00