Vernissage der vom Künstler Jean-Jacques Hofstetter geschenkten Werke

Sechs Werke von Jean-Jacques Hofstetter haben sich zur Eisenplastik « Fer rouillé et herbes folles » (Rostiges Eisen und närrische Kräuter) im Park des Alten Bürgerspitals in Freiburg gesellt. Die Vernissage findet diesen Mittwoch in Gegenwart des Künstlers statt.

Der bekannte Künstler und Galerist Jean-Jacques Hofstetter hat der Stadt Freiburg ein repräsentatives Skulpturen-Ensemble geschenkt. Sechs dieser Skulpturen finden ihren Platz im Park des Alten Bürgerspitals und treten mit der klassischen Architektur des Gebäudes in einen Dialog. Diese Werke vervollständigen die Installation  « Fer rouillé et herbes folles » (Rostiges Eisen und närrische Kräuter), ein Geschenk desselben Künstlers an die Stadt Freiburg und seit 2009 an Ort und Stelle.

Die Inspiration für diese Skulpturen aus patiniertem Eisen kommt oft von einem wiederverwerteten Gegenstand, dessen Wirkung in einer mehrteiligen Komposition verstärkt wird. Jedes Werk verfügt über eine eigene Identität, die durch eine vom Künstler subtil inszenierte Positionierung zur Geltung gebracht wird.


Biografie

Jean-Jacques Hofstetter wurde am 18. Dezember 1952 in Freiburg geboren. Seine Familie ist bernischen Ursprungs. Parallel zu einer Lehre als Bauzeichner eignete er sich bereits als junger Mann die Goldschmiedekunst autodidaktisch an. Die Eröffnung seines Ateliers an der Samaritergasse 22 im Jahr 1972, der Schmuckkreation gewidmet, markiert einen Meilenstein in seiner Entwicklung und leitet eine Kontaktdynamik mit den Künstlern, dem Publikum und den Schülern ein, die von der Goldschmiedekunst begeistert sind.

Einen starken Impuls verschaffen ihm seine zahlreichen Aufenthalte in Québec, Kanada. Im Kontakt mit erfahrenen Juwelieren vertieft er seine Kenntnisse. Mit Begeisterung nimmt er auch an einem  Atelier zur Schaffung einer Kollektiv-Skulptur teil, das ihm neue Horizonte eröffnet.

Ende der 1970er-Jahre wendet er sich der Skulptur zu, die er seither gleichzeitig mit der Schmuckkreation praktiziert. Innert kurzer Zeit tauchen seine Werke im öffentlichen Raum auf: in Schulen, Spitälern, Kirchen, auf Plätzen. 2003 richtet er seine Atelier-Galerie an der Hochzeitergasse 18 ein, wo er das ganze Jahr über Ausstellungen organisiert, meist Kollektivausstellungen. Ab 1978 werden ihm in der Schweiz und in Kanada zahlreiche Einzelausstellungen gewidmet, und viele seiner Werke schmücken öffentliche Räume. Jean-Jacques Hofstetter hat ebenfalls zahlreiche Trophäen geschaffen, so etwa jene, die seit 2017 für den Grand Prix des Internationalen Filmfestivals Freiburg vergeben wird.

Die Atelier-Galerie J.-J. Hofstetter ist eine Hochburg der Kreativität und der menschlichen Kontakte. Der Künstler und Galerist setzt eine sokratische Vision um: Ausstellungen, Kurse, Musikabende und andere Events vermischen munter die künstlerischen Ausdrucksweisen, sorgen für Entdeckung, lösen Berufungen aus und regen den lebendigen Austausch der Gesichtspunkte an.

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