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Richemond-Kreuzung-Unterführung

Richemond Baustelle: Alle Fahrzeuge können die Kreuzung während der Bauarbeiten weiterhin benutzen

Die Richemond-Kreuzung bleibt auch während der Bauarbeiten im kommenden Frühjahr für alle Fahrzeuge - motorisiert oder nicht - befahrbar, obwohl dies fälschlicherweise in der Presse berichtet wurde.
Unterführung

Im Rahmen des Bundesprogramms "Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB)" gestalten die SBB südlich der bestehenden Unterführung eine zweite Unterführung im Bahnhof Freiburg. Derzeit laufen die Bauarbeiten und die Unterführung sollte 2023 in Betrieb genommen werden.

Das Projekt der zweiten Unterführung ist in vier Sektoren unterteilt:

  • Sektor 1: Dieser Teil wird in einer zweiten Phase im Rahmen des Bauprojekts auf dem Gelände des Alten Bahnhofs realisiert und den Sektor 2 der Unterführung mit der Route des Arsenaux verbinden. Dieser Teil wird von SBB Immobilien finanziert.
  • Sektor 2: Unterführung zur Erschliessung der Perrons 1, 2 und 3. Dieser Teil wird von den SBB finanziert.
  • Sektor 3: Unterführung zwischen dem Perron 3 und der Avenue du Midi mit Ausgang an der Grenze des SBB-Grundstücks. Dieser Teil wird zu 75% von der SBB und zu 25% von der Stadt Freiburg finanziert.
  • Sektor 4: Dieser Teil wird unter der Richemond-Kreuzung als Weiterführung der von den SBB finanzierten Unterführung gebaut. Er soll die Fussgängerquerungen der Richemond-Kreuzung - der Kreuzung zwischen der Avenue du Midi, der Avenue de Beauregard und der Rue Louis d'Affry - sicherer und einfacher gestalten. Finanziert wird dieser Teil von der Stadt Freiburg. Diese Verlängerung der Unterführung wird eine direkte Fussgängerverbindung zwischen der Richemond-Kreuzung und dem Beauregard-Quartier mit dem Bahnhofsektor sowie dem Boulevard de Pérolles und der Route des Arsenaux schaffen. Dank dieser Verbindung werden die Fussgängerinnen und Fussgänger insbesondere einen direkteren Zugang zu den Perrons haben. Zudem fällt die durch die Bahngleise verursachte Trennung zwischen dem östlichen und westlichen Teil der Stadt weg. Die Verbindung wird damit eine zusätzliche Alternative zu den bereits bestehenden Verbindungen zum Stadtzentrum und dem Bahnhof bieten.
Richemond-Kreuzung

Das Projekt steht im Einklang mit dem Ortsplan (OP) und dem Agglomerationsprogramm der 3. Generation (AP3), Massnahme 3M.03.01 "Umqualifizierung und Kammerung der Richemond-Kreuzung". Diese Massnahme steht im Zusammenhang mit dem Bahnhofprojekt, das die vollständige Sperrung der Bahnhofstrasse für den motorisierten Individualverkehr (MIV) vorsieht.

Die Neugestaltung der Richemond-Kreuzung ist eine Begleitmassnahme des Projekts zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Sie zeichnet sich in erster Linie durch die Schaffung einer Begegnungszone (20 km/h) aus, die ein besseres Miteinander von Fussgängerinnen und Fussgängern sowie den motorisierten Fahrzeugen gewährleisten soll.

Der Ausbau der Richemond-Kreuzung ist Teil eines Gesamtprojekts zur Neugestaltung der Westseite des Bahnhofs und steht daher in engem Zusammenhang mit der Schaffung der neuen unterirdischen Verbindung (siehe vorheriger Punkt).

Als Weiterführung des Bahnhofprojekts zeichnet sich der Ausbau durch einen Asphaltbelag mit Polygonen aus, die von grosszügigen Natursteinumrandungen umfasst werden. Anhand dieser Formen können die Räume für die Fussgängerinnen und Fussgänger von denjenigen für die Fahrzeuge unterschieden werden. Da es sich um eine hochfrequentierte Begegnungszone handelt, ist diese Unterscheidung notwendig, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten und den reibungslosen Betrieb der Buslinien, die diese Kreuzung nutzen, zu fördern.

Das Raumkonzept dieses Projekts ermöglicht es, den Verkehr flüssiger zu gestalten, den für die Zugänge der künftigen Unterführung erforderlichen Raum zu schaffen, aber auch den Langsamverkehr zu fördern, indem insbesondere dem Umstand Rechnung getragen wird, dass künftig die TransAgglo die Kreuzung durchqueren wird.

Bushaltestelle Beauregard

Die bestehende Bushaltestelle Beauregard, die sich oberhalb der Kreuzung an der Avenue Beauregard befindet, wird versetzt und an die künftige Begegnungszone und damit direkt an die neue Unterführung angebunden.

Dieses Projekt steht im Einklang mit dem Bahnhofprojekt und dem Projekt der Richemond-Kreuzung, nicht nur in Bezug auf seine Materialität, sondern auch auf seine Komposition (ähnliche Ausstattung). Das Projekt sieht die Schaffung von zwei einander gegenüberliegenden Busperrons mit einer Höhe von 22 cm und einer Länge von 18 m vor.

Die Bushaltestelle in Richtung Beauregard wird mit einem begrünten Vordach versehen und mit Platanen bepflanzt, die die bestehenden, im Rahmen des Projekts gefällten Bäume ersetzen sollen. Die Bushaltestelle in Richtung Stadtzentrum ist kleiner und nur mit einer Sitzbank ausgestattet. 

 

Zeitplan

Der vorläufige Zeitplan sieht folgendermassen aus: 

November 2021
Öffentliche Auflage des Projekts zur Neugestaltung der Richemond-Kreuzung
2023
Inbetriebnahme der Sektoren 2 und 3 der Unterführung
 
Beginn der Bauarbeiten des Sektors 4
2024
Beginn der Bauarbeiten an der Richemond-Kreuzung
 
Inbetriebnahme des Sektors 4 der Unterführung
2025
Inbetriebnahme der Richemond-Kreuzung