Stadtarchiv Freiburg

Der Lesesaal des Stadtarchivs Freiburg ist ab dem 1. März 2021 erneut geöffnet, allerdings nur nach Vereinbarung.

Terminvereinbarungen und Auskünfte: archives [at] ville-fr [.] ch oder Telefonnummer 026 351 71 17.

Das nach Plänen von Pater Gregor Girard (1765-1850) errichtete ehemalige Primarschulhaus an der Chorherrengasse 1, das im historischen Zentrum des Burgquartiers in unmittelbarer Nähe der Kathedrale St. Nikolaus liegt, diente seit 1907 als Gerichtsgebäude und beherbergt seit Frühjahr 2005 das Stadtarchiv Freiburg und die Mikrofilmzentrale.

Öffnungszeiten

Das Stadtarchiv ist das ganze Jahr nach Voranmeldung geöffnet: Dienstag bis Donnerstag von 8.30 bis 11.30 und 14.00 bis 17.00 Uhr (vor Feiertagen ab 16.00 Uhr geschlossen / Betriebsferien zwischen Weihnachten und Neujahr).

Führungen

Auf Anfrage empfängt das Stadtarchiv Gruppen oder Schulklassen für eine Führung. Die maximale Teilnehmerzahl ist aus praktischen Gründen auf fünfzehn Personen begrenzt.

secretariat [.] AVF [at] ville-fr [.] ch (Stadtarchiv Freiburg)
rue des Chanoines 1
1700 Fribourg
026 351 71 11

Präsentation

Das Stadtarchiv Freiburg (AVF), das im Dienst der Bürger/innen, der Gemeindebehörden und der Gemeindeverwaltung steht und eng mit den kulturellen und historischen Institutionen und Vereinen unserer Stadt und unseres Kantons zusammenarbeitet, hat den Auftrag, Dokumente, die das "Kollektivgedächtnis" der Saanestadt bilden, zu sammelnzu pflegen und bekannt zu machen

Seit 2009 ist es in dem vom Bundesrat genehmigten neuen Schweizerischen Inventar der Kulturgüter offiziell als Bau von nationaler Bedeutung (Objekte A) aufgeführt.  

Das Stadtarchiv, das von Leonardo Broillet, Stadtarchivar, geleitet wird, umfasst hauptsächlich Verwaltungsbestände aus dem 19. und 20. Jahrhundert, das heisst von 1799/1803 – das zuletzt genannte Datum markiert die offizielle Trennung von Stadt und Kanton Freiburg [Urkunde der Aussteurung für die Stadt Freyburg im Üchtland A. 1803] – bis heute.

Hauptsächlich handelt es sich um Dokumente, die vom Gemeinderat (Exekutive), Generalrat (Legislative), von der allgemeinen Verwaltung und von allen Dienststellen der Gemeinde erstellt oder entgegengenommen wurden, ein Bestand, der augenblicklich eine Gesamtlänge von fast 1'000 Laufmetern aufweist. 
Des Weiteren verfügt das Stadtarchiv über eine Sammlung freiburgischer Zeitungen - vervollständigt durch einen Pressespiegel ab 1993 - und eine Sammlung von Fotografien/Postkarten der Stadt. Beide Sammlungen werden laufend erweitert.

Neben Fonds und Sammlungen, die dem Stadtarchiv von Privatpersonen und Vereinigungen anvertraut wurden (Cercle littéraire et de commerce Freiburg, Internationales Folkloretreffen Freiburg, Société Académique Belles-Lettres Fribourg, Verkehrsverein Freiburg), verwaltet es den Fonds Jean-Dubas. Dieser Fonds besteht aus der "Arbeitsbibliothek" und dem persönlichen Archiv des Arztes und Historikers Jean Dubas (1918-2003), Ehrenbürger der Stadt Freiburg. Aufgrund seiner Fülle und Vielfalt – die Inventarisierung ist im Gang – ist er besonders wertvoll für die lokale und regionale Geschichte; teilweise ist er bereits auf réro zugänglich.

Dagegen umfasst das Archiv augenblicklich keine Bestände mit staatlichem, pfarreilichem, privatem, heraldischem oder genealogischem Charakter. Aufgrund der Trennung von Stadt und Kanton im Jahr 1803 werden alle Quellen, die unsere Stadt unter dem Ancien Régime bzw. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts betreffen, im Staatsarchiv Freiburg aufbewahrt. Dokumente, welche die Diözese betreffen, befinden sich im Archiv des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg (> chancellerie [at] diocese-lgf [.] ch).

 

Zugang und Nutzung

Der öffentliche Sektor steht nach Voranmeldung jeder Person offen, die sich ausweist und den Gegenstand ihrer Suche angibt.   

Den Forschenden steht ein – rollstuhlgängiger – Lesesaal zur Verfügung, der fünf Arbeitsplätze und eine Bibliothek mit Schwerpunkt lokale und regionale Geschichte aufweist. Eine Heimausleihe ist ausgeschlossen.   

Die Gemeindearchive werden insbesondere durch das Gesetz vom 25. September 1980 über die Gemeinden und sein Ausführungsreglement vom 28. Dezember 1981, das Gesetz vom 24. Mai 1991 über die kulturellen Angelegenheiten, das Gesetz vom 7. November 1991 über den Kulturgüterschutzund das Reglement vom 2. März 1993 betreffend das Staatsarchiv, das Gesetz vom 25. November 1994 über den Datenschutz und - für gewisse seit 1. Januar 2011 bestehende Arten von Dokumenten - das Gesetz vom 9. September 2009 über die Information und den Zugang zu Dokumenten bestimmt.   

Nach Abschluss ihrer Forschungen sind die Archivbesucher/innen gehalten, dem Stadtarchiv ein Exemplar ihrer Arbeit zur Verfügung zu stellen. Auch jede andere Weise, sich mit der Geschichte unserer Stadt zu befassen, wird vom Stadtarchiv mit grösstem Interesse zur Kenntnis genommen.

Vervielfältigung von Dokumenten

Um die Originaldokumente zu schützen, dürfen sie nur ausnahmsweise und mit Erlaubnis des Archivars fotokopiert werden. Dagegen können Kopien von Mikrofilmen direkt bei der städtischen Mikrofilmzentrale bestellt werden.

Übergabe von Dokumenten

Das Stadtarchiv ist stets bereit, in Form von Leihgaben oder Schenkungen Dokumente (Handschriften, Drucksachen, Tonaufnahmen, Bildmaterial usw.) entgegenzunehmen, die mit der Geschichte der Stadt Freiburg zu tun haben. Wenden Sie sich an uns, wenn Sie zusätzliche Auskünfte wünschen.

Links
Archive – Archivistische Vereinigungen
Bibliotheken - Kinemathek - Phonothek
HLS-DHS-DSS-LIR
Genealogie - Heraldik
Museen sowie historische Vereinigungen und Dienste
Geschichtsvereine
Universität Freiburg
Kartographie

Eine ausgewählte Bibliografie der Freiburger Geschichte und eine Liste mit Adressen einiger kultureller Institutionen kann hier heruntergeladen werden: Ausgewählte Bibliografie und Adressen einiger kantonaler und kommunaler kultureller Institutionen.