Sozialhilfedienst

Heute, Sonntag, 16. Dezember

Geschlossen
Montag, 17. Dezember: von 8h00 bis 11h30 Uhr und von 13h45 bis 16h45 Uhr geöffnet

Der Sozialhilfedienst umfasst drei Sektoren: Sozialarbeit, Sekretariat und Buchhaltung. Seine Hauptaufgaben sind:

  • Bearbeitung der Sozialhilfegesuche;
  • Vorbereitung und Weiterleitung der Sozialhilfegesuche an die Sozialkommission; 
  • Auszahlung der Finanzhilfe an die Bezüger/innen;
  • Umsetzung der sozialen Eingliederungsmassnahmen (MIS);
  • Gespräch, Beratung und persönliche Hilfe;
  • Inkasso der verschiedenen finanziellen Leistungen im Zusammenhang mit der Sozialhilfe (Staat, Sozial- und Privatversicherungen, Leistungen Dritter, individuelle Ausstände).

Sozialhilfe beantragen

Um ein Sozialhilfegesuch zu stellen, muss die betreffende Person persönlich beim Empfang des Sozialhilfediensts vorsprechen und eine Identitätskarte oder einen Aufenthaltsausweis (Ausländerinnen und Ausländer) vorlegen. Anschliessend füllt sie ein Empfangsformular mit den wichtigsten Angaben zur finanziellen und familiären Situation aus. Der Empfang überreicht der Person anschliessend eine Auflistung der benötigten Unterlagen und gibt ihr den Termin für das erste Gespräch mit der Sozialarbeiterin oder dem Sozialarbeiter bekannt.  

Für jedes Gespräch im Sozialhilfedienst ist zuvor ein Termin zu vereinbaren. Die Sozialhilfedossiers werden je nach Dringlichkeit so rasch wie möglich bearbeitet.  

Personen, die verheiratet sind beziehungsweise in eingetragener Partnerschaft oder im Konkubinat leben, müssen wann immer möglich gemeinsam mit ihrem/r Partner/in vorsprechen (gelegentliche Gespräche mit dem/r Partner/in sind unerlässlich).

Stadt Freiburg
Dienst für Sozialhilfe der Stadt Freiburg
Spitalgasse 2
1700 Freiburg
026 351 76 04

Öffnungszeiten
Reguläre Öffnungszeiten
Montag 8h00-11h30, 13h45-16h45 per Telefon erreichbar bis 16:00
Dienstag 8h00-11h30, 13h45-16h45 per Telefon erreichbar bis 16:00
Mittwoch 8h00-11h30, 13h45-16h45 per Telefon erreichbar bis 16:00
Donnerstag 8h00-11h30, 13h45-16h45 per Telefon erreichbar bis 16:00
Freitag 8h00-11h30, 13h45-16h45 per Telefon erreichbar bis 16:00
Samstag Geschlossen per Telefon erreichbar bis 16:00
Sonntag Geschlossen
24.12.2018 8h00-11h30 Weihnachtsabend
25.12.2018 Geschlossen Weihnachtstag
31.12.2018 Geschlossen Neujahrsabend
01.01.2019 Geschlossen Neujahrstag
02.01.2019 Geschlossen Berchtoldstag
18.04.2019 8h00-11h30, 13h45-16h00 vor Feiertag
19.04.2019 Geschlossen Karfreitag
29.05.2019 8h00-11h30, 13h45-16h45 vor Feiertag
30.05.2019 Geschlossen Auffahrt
19.06.2019 8h00-13h00, 13h45-16h00 vor Feiertag
20.06.2019 Geschlossen Fronleichnam
31.07.2019 8h00-11h30, 13h45-16h00 vor Feiertag
01.08.2019 Geschlossen Bundesfeier
14.08.2019 8h00-11h30, 13h45-16h00 vor Feiertag
15.08.2019 Geschlossen Maria Himmelfahrt
31.10.2019 8h00-11h30, 13h45-16h00 vor Feiertag
01.11.2019 Geschlossen Allerheiligen
24.12.2019 8h00-11h30 Weihnachtsabend
25.12.2019 Geschlossen Weihnachtstag
Was ist Sozialhilfe?

Die Sozialhilfe stellt den Unterhalt bedürftiger Personen sicher und gibt ihnen die Möglichkeit, am sozialen und aktiven Leben teilzunehmen (soziales Existenzminimum). Jede Bürgerin und jeder Bürger kann die Leistungen der Sozialhilfe in Anspruch nehmen, wenn alle anderen Ressourcen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen und/oder für das Existenzminimum nicht ausreichen (z.B. Versicherungen, Arbeitgeber, Arbeitslosengeld, Vermögen usw.). Dies setzt zudem voraus, dass auch die Angehörigen nicht mehr in der Lage sind, für eine ausreichende Unterstützung zu sorgen.   

Die Sozialhilfe verfolgt das Ziel, der in Schwierigkeiten befindlichen Person zu helfen, so rasch wie möglich ihre soziale und wirtschaftliche Eigenständigkeit wiederzuerlangen.  

Wer kann sich an den Dienst wenden?

Jede volljährige und in der Gemeinde Freiburg wohnhafte Person kann sich an den Sozialhilfedienst wenden. Dazu ist eine Identitätskarte oder ein Aufenthaltsausweis (Ausländerinnen und Ausländer) vorzulegen.

Welche Auskünfte und Unterlagen sind zu liefern?

Der/die Sozialarbeiter/in stellt der gesuchstellenden Person sehr persönliche Fragen, um ihre Verhältnisse umfassend verstehen und einschätzen zu können. Die gesuchstellende Person ist gehalten, wahrheitsgemäss und vollumfänglich Auskunft zu erteilen.   

Die gesuchstellende Person hat zahlreiche Dokumente vorzulegen, die ihre Verhältnisse bestätigen und gestatten, ihre Leistungsansprüche zu berechnen und die bezogenen Leistungen zu rechtfertigen.

Welche Leistungen erbringt die Sozialhilfe?

Persönliche Hilfe: Sie besteht aus Gespräch, Beratung und Betreuung bei persönlichen, familiären, finanziellen und juristischen Fragen und Problemen. Die Person wird zudem auf spezialisierte Institutionen verwiesen, die ihr behilflich sein können. Die persönliche Hilfe ist kostenlos.  

Materielle Hilfe: Der Sozialdienst gewährt eine finanzielle Unterstützung zur Gewährleistung des Grundbedarfs (Unterhalt, Wohnung und Gesundheitskosten). Unser Dienst befolgt die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS und die kantonalen Vorschriften. Er wendet das Prinzip der Individualisierung an, das heisst, er erbringt Leistungen, die jeder besonderen Lage angepasst sind. Die Leistungen haben den Zielen der Sozialhilfe und den Bedürfnissen der Person zu entsprechen. Jeden Monat wird ein Budget erstellt, das alle anerkannten sozialen Ausgaben (gemäss den geltenden Vorschriften) und alle Einkünfte des Haushalts umfasst. Eine eventuelle Differenz wird durch die Sozialhilfe gedeckt. Schulden werden nicht berücksichtigt.

Soziale Eingliederungsmassnahmen (MIS)

Soziale Eingliederungsmassnahmen (MIS) des Kantons Freiburg ermöglichen dem/der Bezüger/in der materiellen Hilfe, seine/ihre Eigenständigkeit und soziale Eingliederung wiederzuerlangen oder zu entwickeln.

Die Stadt Freiburg hat mit der Stiftung Saint-Louis (FSL), welche eine anerkannte Organisatorin von Sozialen Eingliederungsmassnahmen (SEM) ist, eine Vereinbarung abgeschlossen. Über einen Sozialdienst haben die Sozialhilfebezüger des ganzen Kantons Zugang zu dieser Massnahme. Die FSL führt zahlreiche gemeinnützige Tätigkeiten zu Gunsten der Stadt und ihrer Partner durch und fördert dabei die soziale und berufliche Eingliederung der Teilnehmer.

Wer entscheidet über die Gewährung einer Finanzhilfe?

Ist das Dossier für ein Sozialhilfegesuch vollständig, wird es der Direktion für eine vorläufige Hilfe unterbreitet und anschliessend der Sozialkommission vorgelegt. Die Kommission entscheidet anschliessend über Gewährung oder Nichtgewährung einer Finanzhilfe. Diese Hilfe kann zeitlich beschränkt und/oder an gewisse Bedingungen geknüpft sein. Sobald der Entscheid gefällt ist, erhält die gesuchstellende Person eine schriftliche Benachrichtigung mit Angabe der Beschwerdemöglichkeiten. Die Sozialkommission besteht aus neun Mitgliedern, die verschiedenen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kreisen angehören.

Ist die bezogene Hilfe eine Schuld?

Die Sozialhilfe ist eine Schuld. Die Sozialhilfeleistungen sind zurückzuerstatten, sobald sich die finanziellen Verhältnisse des/der Schuldner/in spürbar verbessert habe.  

Leistungen, die aufgrund falscher Angaben bezogen wurden, sind unverzüglich zurückzuerstatten.  

Die als Vorschuss auf Sozialversicherungsleistungen (Renten, Arbeitslosengeld usw.) oder auf andere Leistungen (Stipendien usw.) bezogene Sozialhilfe ist bei deren Eintreffen in Höhe des vorgeschossenen Betrags zurückzuerstatten. In den meisten Fällen verlangen wir, zuvor eine Erklärung zur Abtretung dieser Leistungen an den Sozialhilfedienst zu unterzeichnen.

Ist der Gesuchsteller ein ausländischer Staatsangehöriger, so ist der Sozialdienst von Gesetzes wegen verpflichtet, dem Amt für Bevölkerung und Migration (BMA) das Ausmass der Verschuldung dieser Person zu melden.

Welche Pflichten haben Sozialhilfe beziehende Personen gegenüber dem Sozialhilfedienst?

Eine gute Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn die Person unverzüglich und wahrheitsgemäss alle benötigten Angaben (mit Unterlagen) über ihre finanziellen und persönlichen Verhältnisse macht. Weigert sich die Person, bei der Erhebung der Fakten mitzuarbeiten, kann das Gesuch nicht behandelt werden.

Die Sozialhilfe beziehende Person hat den Sozialhilfedienst spontan und unverzüglich über jede Veränderung zu informieren, die ihre finanziellen (Zahlung von Mitteln), persönlichen und familiären (Zusammensetzung des Haushalts, Zivilstand, Umzug usw.) Verhältnisse betrifft.

Bei unterlassenen oder falschen Auskünften wird der Dienst die Hilfe kürzen und/oder einstellen. Eine Strafanzeige und/oder die Rückerstattung der rechtsgrundlos erhaltenen Hilfe kann beschlossen werden.

Bei Gewährung von Finanzhilfe hat die Hilfe beziehende Person alles zu tun, um ihre finanzielle Unabhängigkeit wiederzuerlangen. Insbesondere hat sie jede passende Arbeit anzunehmen, an Beschäftigungsprogrammen oder sozialen Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen oder ihre Ansprüche auf Sozial- oder Privatversicherungsleistungen geltend zu machen. Im Sinn des Prinzips der Gegenleistung verlangt der Dienst von der Hilfe beziehenden Person, dass sie einen aktiven Beitrag zu ihrer beruflichen und sozialen Eingliederung leistet.

Das bezogene Geld ist zu dem vorgesehenen Zweck zu verwenden (z.B. Mietzinsen oder Versicherungen).

Um jedes Missverständnis in den Beziehungen zum Sozialhilfedienst auszuschliessen, unterzeichnet jede Sozialhilfe beziehende Person einen Auszug aus dem Sozialhilfegesetz, der die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen enthält, den Grundbedarf für den Lebensunterhalt (GBL) angibt und die Regeln der Zusammenarbeit mit der Arbeitslosenversicherung erklärt.

Welche Rechte haben Sozialhilfe beziehende Personen?

Die Mitarbeitenden des Sozialhilfediensts unterliegen der Schweigepflicht; alle persönlichen Angaben werden streng vertraulich behandelt.

Die gesuchstellende Person erhält einen schriftlichen Entscheid der Sozialkommission mit Angabe der Rechtswege. Wer mit einem Entscheid nicht einverstanden ist, kann gegen ihn Einsprache erheben.

Die Sozialhilfe beziehende Person ist weiterhin für ihre Angelegenheiten verantwortlich und hat selber alle Schritte zu unternehmen, die ihre Verhältnisse betreffen.

Auf vorheriges Gesuch kann jede Sozialhilfe beziehende Person ihr Sozialdossier einsehen.

Zweifel oder Meinungsverschiedenheiten

Bei Zweifeln oder Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Bearbeitung ihres Dossiers lädt der Dienst die Person ein, ein klärendes Gespräch mit ihrem/r Sozialarbeiter/in zu führen. Im direkten Gespräch lassen sich viele Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich schriftlich an die Direktion des Sozialhilfedienstes zu wenden.   

Unser Dienst akzeptiert weder physische noch verbale Gewalt oder Gewaltandrohungen. In solchen Fällen wird die Polizei avisiert.