Sanierung des Strassenlärms

Die Strassenlärmsanierung stellt den Bund, die Kantone und die Gemeinden vor eine grosse Herausforderung. Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) ist tagsüber jede siebte und in der Nacht jede achte Person in ihrer Wohnung schädlichem oder lästigem Verkehrslärm ausgesetzt. 

Die Bundesgesetzgebung für den Umweltschutz, insbesondere die Lärmschutz-Verordnung (LSV),legt Grenzwerte für die Belastung durch Strassenlärm fest, die eingehalten werden müssen. Strassen, die diese Immissionsgrenzwerte überschreiten, müssen durch verhältnismässige Massnahmen saniert werden. Die Massnahmen an der Quelle (an Strassen oder Fahrzeugen) sind prioritär umzusetzen. Das Massnahmenpaket für die Sanierung des Strassenlärms besteht für die betroffenen Verkehrsachsen aus der Verlegung von schallabsorbierenden Belägen und der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.

Schallabsorbierender Belag

Seit 2011 hat die Stadt fast 12 km schallabsorbierender Beläge auf verschiedenen Strassenabschnitten des Stadtgebiets verlegt.

 

Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h

Eine einfache und wirksame Massnahme im Kampf gegen den Strassenlärm besteht in der Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 km/h. Der Strassenlärm wird durch diese Massnahme um 2 bis 4,6 Dezibel reduziert. 

Die Stadt Freiburg hat eine Reihe von Verkehrsachsen identifiziert, auf denen eine Geschwindigkeitsbegrenzung notwendig ist, um den Anforderungen der LSV zu entsprechen. Zur Gewährleistung eines kohärenten Verkehrsnetzes ist die Geschwindigkeitsbegrenzung zudem noch für weitere Strassen geplant. Insgesamt werden 75 % der Strassen im Stadtgebiet Freiburg auf eine Geschwindigkeit von 30 km/h begrenzt sein.

 

30 km/h ggü. Tempo-30-Zone

In den geeigneten Quartieren hat die Stadt Freiburg eine Reihe von Tempo-30-Zonen eingerichtet und wird diese auch weiterhin ausbauen. In diesen Zonen gelten spezielle Regeln: Rechtsvortritt an Kreuzungen, Wegfall von Fussgängerstreifen. Auf einigen Hauptverkehrsadern wird die Geschwindigkeit zwar auf 30 km/h begrenzt, dort gelten jedoch auch weiterhin die normalen Verkehrsregeln.

Vorteile für die Bevölkerung
  • Lärm ist ein Auslöser für Müdigkeit und Stress. Er beeinträchtigt auf vielfältige Weise die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere in der Stadt. Eine Verminderung des Lärms wirkt sich daher positiv auf die Gesundheit und auf die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner aus.
  • Bei 30 km/h benötigt der Autoverkehr weniger Platz in der Breite. Dieser Gewinn an Breite kann für die sanfte Mobilität, die öffentlichen Verkehrsmittel und die öffentlichen Räume umgenutzt werden und eröffnet Möglichkeiten zur Neugestaltung.
  • Die Verringerung des Geschwindigkeitsunterschieds verbessert das Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsmittel.
  • Die Sicherheit wird erheblich verbessert. Während bei einem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h die Überlebenschance bei nur 30 % liegt, steigt sie bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h auf 90 %! 
  • Auf zahlreichen Achsen beträgt die gemessene effektive Geschwindigkeit bereits jetzt weniger als 30 km/h. Die Geschwindigkeitsbegrenzung bedeutet in diesen Fällen also lediglich die gesetzliche Verankerung einer bereits bestehenden Situation.
Voraussichtlicher Zeitplan
  • 11. September 2020: Veröffentlichung des Verfügungsentwurfs im Amtsblatt
  • Ende 2020: Veröffentlichung der Verfügung und der Geschwindigkeitsreduktionen
  • Mitte 2021: Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung
Auflistung der betroffenen Achsen

Die akustische Analyse empfiehlt, die Geschwindigkeit auf den folgenden Achsen auf 30 km/h zu reduzieren:

  • Route de Villars
  • Avenue de Beauregard
  • Avenue du Midi
  • Route du Jura ab Kreuzung La Chassotte bis zur Avenue Jean-de-Montenach
  • Avenue Louis-Weck-Reynold
  • Rue de l’hôpital ab Square des Places bis zum Verkehrskreisel Miséricorde
  • Route des Alpes
  • Rue de Morat ab Ampelkreuzung La Poya bis La Grenette
  • Avenue de l’Europe
  • Route Saint-Barthélemy ab Chemin des Kybourg bis zur Route de la Heitera

 

Achsen, auf denen die tatsächlich gemessene Geschwindigkeit tiefer ist als die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung:

  • Rue Saint-Pierre
  • Rue du Pont – Muré
  • Varis
  • Rue de Rome
  • Route Sainte-Thérèse
  • Avenue du Général-Guisan zwischen Kreuzung La Poya und Avenue de Granges-Paccot
  • Square des Places
  • Route Saint-Barthélemy zwischen Chemin des Kybourg und Route François-Arsent
  • Rue de l’Industrie
  • Route-Neuve
  • Avenue de Tivoli
  • Boulevard de Pérolles ab Verkehrskreisel Charmettes bis zur Avenue de la Gare
  • Rue Pierre-Kaelin

 

Achsen mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h zwecks Sicherstellung der Kohärenz und Lesbarkeit des Strassennetzes:

  • Rue Louis-d ’Affry
  • Av. Jean de Montenach
  • Route de la Glâne ab Kreuzung Beaumont bis zur Passage du Cardinal
  • Avenue du Général-Guisan zwischen Avenue de Granges-Paccot und Route Sainte-Thérèse.
  • Rue Pierre-Aeby
  • Ruelle Notre-Dame
  • Rue des Alpes
  • Chemin des Rosiers
  • Chemin des Pommiers
  • Rue du Cardinal-Mermillod
  • Chemin du Calvaire
  • Chemin des Etangs
  • Rue de Morat auf der Länge zwischen Stadtgrenze und Avenue Général-Guisan
  • Rue de l’Abbé-Bovet
  • Route des Arsenaux
  • Route Wilhelm-Kaiser
  • Passage du Cardinal
  • Rue des Pilettes
  • Rue Jacques-Gachoud
  • Rue du Botzet
  • Avenue de la Gare
  • Rue Antoine-de-St-Exupéry
  • Rue Petermann-Aymon-de-Faucigny
  • Route de Chamblioux
  • Route de Chantemerle