Steuern und Gebühren

Die Stadt Freiburg verwaltet und erhebt Steuern für natürliche Personen (Einkommens- und Vermögenssteuern) und juristische Personen (Gewinn- und Kapitalsteuern). Sie erhebt auch andere Arten von Steuern und Gebühren, die spezifisch für die Stadt sind oder gemäss Vereinbarungen mit Dritten anfallen.

Bei Zahlungsschwierigkeiten ist Ihnen der Sektor Ausstände dabei behilflich, eine Lösung zu finden.

Steuer der natürlichen Personen

Jede Person über 18 Jahre muss individuell Steuern zahlen, um die Aufgaben des Staates zu finanzieren.

Der Steuersatz der Stadt Freiburg beträgt sowohl auf dem Einkommen als auch auf dem Vermögen 81.6 % der einfachen Kantonssteuer.

Allgemeine Wegleitung zur Steuererklärung für natürliche Personen

Einkommenssteuer

Die Höhe der Einkommensteuer hängt vom Einkommen ab. In den meisten Fällen entspricht das Einkommen dem/den Gehalt/Gehältern des Steuerpflichtigen. Sie errechnet sich aus dem Gesamtnettoeinkommen (oder dem steuerpflichtigen Einkommen), das sich aus dem vom Steuerpflichtigen erzielten Bruttoeinkommen abzüglich der gesetzlich zulässigen Gewinnungskosten und allgemeinen Abzügen ergibt. In einem zweiten Schritt werden die Sozialabzüge abgezogen.

Der Bund besteuert auch Einkünfte mittels der direkten Bundessteuer. Diese wird vom Kanton berechnet.

Vermögenssteuer

Vermögen wird besteuert, wenn es einen bestimmten Betrag übersteigt. Das gesamte Nettovermögen (Kapital, Immobilien, Lebensversicherungen, usw.) wird, gleich wie das Nettoeinkommen, durch Abzug der zulässigen Abzüge vom Bruttovermögen berechnet.

Steuer der juristischen Personen

Juristische Personen sind Gesellschaften, Körperschaften oder Anstalten, denen das Gesetz das Recht der Persönlichkeit zuerkennt. Man spricht dann nicht von Einkommen und Vermögen, sondern von Gewinn und Kapital.

Der Steuersatz der Stadt Freiburg beträgt sowohl auf dem Gewinn als auch auf dem Kapital 81.6 % der einfachen Kantonssteuer.

Wegleitung zur Steuererklärung der juristischen Personen.

Akontozahlungen

Bei einem Zuzug in die Stadt Freiburg ist es wichtig, dass sich der Steuerpflichtige mit dem Sektor Steuern in Verbindung setzt, damit die Akontozahlungen für das laufende Jahr festgelegt werden können.

Wenden Sie sich bitte an unser Büro, falls sich Ihr Zivilstand ändert (Heirat, Trennung, Scheidung) oder sich Ihre berufliche Situation erheblich verändert (Erhöhung oder Verminderung des Einkommens), damit wir die Akontozahlungen neu festlegen können.

026 351 72 17 – impots [at] ville-fr [.] ch

Liegenschaftssteuer

Natürliche und juristische Personen, die im Grundbuch als Eigentümer oder Nutzniesser einer Immobilie eingetragen sind, haben die Liegenschaftssteuer (auch Grund- oder Grundstückssteuer genannt) zu entrichten. Diese Steuer wird gewöhnlich auf dem vollen Wert der Immobilie berechnet, also ohne Berücksichtigung der auf Ihnen lastenden Schulden. Die Liegenschaft wird dort besteuert, wo sie sich befindet, ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des Eigentümers.

Im Kanton Freiburg wird diese Steuer von den Gemeinden erhoben. 

Der derzeit geltende Steuersatz beträgt 2,85 ‰ des Steuerwerts der Liegenschaft.

Abfallgebühren

Die Abfallgebühren ergeben sich aus der Auflage des Bundes, die Abfallmengen zu reduzieren und die Abfalltrennung zu fördern. Nach dem Verursacherprinzip ist es Sache des Verursachers des Abfalls, die Kosten für dessen Entsorgung zu tragen. Aus diesem Grund erhebt die Stadt Freiburg eine jährliche Grundgebühr von CHF 90.00 pro Steuerpflichtigen(exkl. MwSt.) und schreibt offizielle, gebührenpflichtige Abfallsäcke vor. Diese Einnahmen ermöglichen es der Gemeinde, einen Teil der Kosten für den Betrieb der Müllabfuhr und der Wartung und Erneuerung der Anlagen zu decken.

Die Säcke sind im Einzelhandel erhältlich.

17 Liter-Sack
CHF 10.50 (pro Rolle an 10 Säcken)
35 Liter-Sack
CHF 19.00 (pro Rolle an 10 Säcken)
60 Liter-Sack
CHF 31.00 (pro Rolle an 10 Säcken)
110 Liter-Sack
CHF 28.00 (pro Rolle an 5 Säcken)
240 Liter-Container
CHF 123.00 (pro Kette von 10 Clips)
360 Liter-Container
CHF 177.50 (pro Kette von 10 Clips)
600 Liter-Container
CHF 287.00 (pro Kette von 10 Clips)
800 Liter-Container
CHF 368.00 (pro Kette von 10 Clips)

Zur Entlastung der Familien werden 20 offizielle 35-Liter-Abfallsäcke an Eltern mit Kindern unter 5 Jahren gratis abgegeben (20 Säcke pro Jahr und Kind).

Die Säcke können nach Vorweisung eines Personalausweises oder des Familienbüchleins bei der Einwohnerkontrolle der Stadt Freiburg bezogen werden.

Ersatzabgabe (Feuerwehrpflichtersatz)

Von Gesetzes wegen ist jede Bürgerin und jeder Bürger von Freiburg im Alter zwischen 20 und 50 Jahren verpflichtet, in der Feuerwehr Dienst zu leisten und sich dem Feuerwehrbataillon der Stadt Freiburg anzuschliessen. Personen, die diesen Dienst nicht leisten möchten, müssen die jährliche Ersatzabgabe von CHF 160.- entrichten. Diese ist ausschliesslich für den Feuerwehrdienst bestimmt und erlaubt es, einen Teil der Kosten des Bataillons zu decken.

Für den Fall, dass Sie diese Gebühr nicht zahlen möchten, rekrutiert das Feuerwehrbataillon regelmässig neue Freiwillige. Die Freiburger Feuerwehr ist eine Miliz, das heisst, der Einsatz erfolgt neben der beruflichen Tätigkeit, sofern die beiden Tätigkeiten vereinbar sind.

Folgende Personen sind von der Ersatzabgabe befreit:

  • Personen, die das Bataillon (oder ein anderes Feuerwehrkorps) nach 15 oder mehr Dienstjahren verlassen;
  • Personen mit einer IV-Rente (Reduktion der Abgabe im Verhältnis zum Invaliditätsgrad);
  • Personen, die in Folge einer im Rahmen eines angeordneten Dienstes erlittenen Gesundheitsschädigung dienstuntauglich geworden sind;

  • Personen, die in ein durch Abkommen gebundenes örtliches Feuerwehrkorps sowie in die Korps offiziell anerkannter Betriebe oder Einrichtungen eingeteilt sind;

  • Kantonspolizistinnen und -Polizisten sowie die Wächterinnen und Wächter der Strafanstalten und Gefängnisse;

  • professionelles Einsatzpersonal der Ambulanzdienste;
  • Personen, die sich in ihrem Haushalt um ein schulpflichtiges Kind bis zum Ende der Schulpflicht (16 Jahre) oder um eine hilfsbedürftige Person kümmern; bei einem Paar, das verheiratet ist oder in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, kommt nur eine Person in den Genuss dieser Befreiung.

Kirchensteuer

Gemäss dem Gesetz über die Beziehungen zwischen den Kirchen und dem Staat sind im Kanton Freiburg die Mitglieder der anerkannten religiösen Gemeinschaften (römisch-katholische Kirche und evangelisch-reformierte Kirche) vom Staat zur Zahlung der Kirchensteuer verpflichtet. Die übrigen Steuerpflichtigen sind von dieser Steuer befreit. Diese Steuer erlaubt es den Kirchen, ihre Aufgaben zu erfüllen und ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Kirchensteuer wird auf der Grundlage der kantonalen Steuern mit einem Satz von 7% auf dem Einkommen und 20% auf dem Vermögen (natürliche Personen) berechnet.

Die Stadt Freiburg erhebt diese Steuer im Einvernehmen mit den katholischen Gemeinden.

Bei juristischen Personen wird diese Steuer direkt vom Kanton Freiburg erhoben.

Der Steuerfuss der Kirchensteuern ist entsprechend der Kantonssteuern festgesetzt und beträgt maximal 20 % (für natürliche Personen) oder 10 % (für juristische Personen) der einfachen Kantonssteuer.

In Absprache mit den katholischen Pfarreien erhebt die Stadt Freiburg diese Steuer.

Wie trete ich aus der Kirche aus?

Wenn Sie aus Ihrer religiösen Gemeinschaft austreten und die Kirchensteuer nicht mehr bezahlen wollen, müssen Sie ein Austrittsgesuch an die Pfarrei Ihres Quartiers stellen und deren Antwort der Einwohnerkontrolle zukommen lassen. Diese wird den Steuerfuss entsprechend anpassen.

Steuer für Hundehalter

Jeder im Kanton Freiburg wohnhafte Hundehalter muss pro Hund eine Kantonssteuer von CHF 100.- entrichten. Hinzu kommt ein Betrag von CHF 5.- als Verwaltungsgebühr und als Beitrag an die Kollektivhaftpflichtversicherung.

Die Gemeindesteuer beträgt CHF 120.-. 

Weitere Informationen zu den Pflichten der Hundehalter finden Sie in der Rubrik über Tiere.